Individuation „inkognito” und Passungsprozesse mit Hindernissen:
Von der (Psycho-)Pathologisierung des „Andersseins” und Neurodivergenzen als soziale Barriere für Teilhabe – ?!
PASSUNG – passt! Wer oder was passt ud was passt wem wann und wo nicht? Und wie lange? Und mit welchen Folgen? Passungsprozesse zwischen Individuum und gesellschaftlichen Normen – ERZIEHUNG, PÄDAGOGIK, BILDUNG, FAMILIENLEBEN, ARBEITSUMGEBUNGEN, PARTNERSCHAFTEN, MUSIK, SPIEL – stets geht es um PASSUNG zwischen sich nicht selten widerstrebenden Interessen und Dynamiken.
ANPASSEN im sozialen Kontext bedeutet, dass Menschen versuchen, sich so zu verhalten, dass sie den Erwartungen und Regeln entsprechen, die in ihrer Umgebung als „normal“ oder akzeptabel gelten. Duch ZUGEHÖRIGKEIT und PASSUNG als ERLEBTE HARMONIE, in Gestalt Gesundheit und Wohlbefinden zu erfahren, zu erLEBEN, in balancierter Passung, mal mehr, mal weniger, im EINKLANG mit mir in und mit meinem Umfeld.
PASSUNG ein universeller Aspekt im Leben.
PASSUNGSPROZESSE nehmen in verschiedenen Lebensbereichen und Kulturen – auch in der Kultur einer Familie innerhalb nationaler Kulturkreise – unterschiedliche Formen annehmen.
Das Verbergen persönlicher Bedürfnisse, Neigungen und Interessen durch Unterdrücken, Camouflieren und Maskieren, vor allem um nicht negativ aufzufallen oder um sozialen Druck zu vermeiden, kommt „in den besten Familien“ vor – ÜBERALL.
Doch die ständige Anstrengung, den eigenen und den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden, kann mehr oder weniger, über länger oder eben auch nur kurz erfolgreich gelingen: Je mehr die Strebungen auseinanderdriften, nicht miteinander übereinstimmen oder gar weder vernunftgemäß noch intuitiv und temporär
Hinderlich einflussnehmende Faktoren – wie wenig oder gar nicht zu vereinende, sich gar widerstrebende Aspekte führen zu emotionaler und geistiger Erschöpfung, wiederkehrende Erschöpfungszustände. Diese wiederum als „Schwäche“, als etwas, was zu verhindern gilt und wenn „da“, dann am besten gleich wieder weg oder nicht sichtbar werden lassen, da dies wenig Akzeptanz finden wird – weder i eigenen noch im Bewertungsschema des sozialen Umfelds…
BURN(T)-OUT wiederkehrende depressive Phasen, bis hin zu (chronifizierten) psychosomatischen Beeinträchtigungen und Funktionsstörungen kommt wie …..
Wenn diese ständigen Anstrengungen weiter anhalten, damit nun wiederum das Bild eines VOLL FUNKTIONSFÄHIGEN MENSCHEN dargestellt werden kann, um nun nicht das BILD eines „nicht fähigen“, nicht „richtig“ funktionieren, krank werden, Vitalfunktionen zunehmend GESTÖRT sind wie BLUT-DRUCK, MAGEN-SÄURE, „gestörten“ aufrechterhalten werden, bauen sich Frustration und einem Gefühl der Unzufriedenheit führen, anstrengen, erschöpfen und bllabkaaa… SYMPTOME
Schade, denn so sind wir weit davon entfernt, PASSFÄHIGEN SUPPORT zu gestalten und auch so das DILEMMA auf persönlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene seinen Lauf nimmt: Produktivität sinkt, Wert sinkt, BIP sinkt….
Und was erwarten wir jetzt? SCHNELL GESUND = FUNKTIONSFÄHIG werden und deine Funktion in der gesellschat, nämlich Bruttoinlandpriduktivitätsindex stärken und steigern
Hikikomori – Was steckt dahinter?
Ein einfühlsamer Einblick in das Leben von Menschen, die als Hikikomori leben. Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Experten beleuchten Hintergründe…
Hikikiomori („sich einschließen“), ursprünglich als Phänomen in Japan beobachtet, beschreibt Menschen, die sich über längere Zeiträume freiwillig sozial isolieren. Sie vermeiden oder weigern sich unter Leute zu gehen, in die Schule oder ins Büro. Ursprünglich als ein Problem der modernen japanischen Gesellschaft betrachtet, zeigt sich Hikikomori heute weltweit und stellt eine ernste Herausforderung für Betroffene und ihre Familien dar. Moderne, technologiegestützte Lebensweisen und die zunehmende soziale Anforderungen verstärken einflussnehmende Bedingungen.
In Japan gibt es mittlerweile spezielle Programme und Einrichtungen, die sich auf die Reintegration von Hikikomori konzentrieren. Diese Programme bieten psychologische Unterstützung, berufliche Schulungen und fördern soziale Interaktionen in einem sicheren Umfeld. Ein Beispiel ist die Organisation „New Start“, die Betroffenen hilft, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.



Welche Faktoren begünstigen HIKIKOMORI?
Hikikomori als kulturspezifisches Phänomen japanischer Familien. Sie beleuchtet die gesellschaftlichen Faktoren, die zur Entstehung von Hikikomori beitragen, wie Kollektivismus, sozialer Druck, das Bildungssystem und familiäre Strukturen.
Die Arbeit zeigt, wie das japanische Familiensystem die Entstehung von Hikikomori begünstigen kann.
Neurodivergenzen und soziale Isolation –
„Welche Verbindungen zwischen Hikikomori und neurodivergenten Zuständen wie Autismus und ADHS sehen Sie und andere Fachleute?“
„Hikikomori ist oft das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von individuellen, familiären und gesellschaftlichen Faktoren. Nicht nur in Japan spielt der Druck, den sozialen Erwartungen gerecht zu werden, eine große Rolle. Dieser Druck kann, angefangen in der eigenen Familie, in Kita, Schule, Studium und Beruf, in einer Gesellschaft, die hohe Konformität an normierte und standardisierte Erwartungen hat, für nicht wenige sehr erschöpfend und gar überwältigend sein.“, so die MEMBUKA Foundation in Berlin.
Die Verbindungen zwischen Hikikomori und Neurodiversität, „neurotypischen“ und „neurodivergenten“ Lebensentwürfen, gesellschaftlichen Normen und individuellen Bedürfnissen sind nicht „neu“ – sichtbar machen und erLEBBAR, im Alltag spürbar machen, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema schärfen und im gegebenen „Fall“ passfähige Unterstützungsformate offerieren. ONLINE. OFFLINE. ANALOG. DIGITAL.
JETZT. DIREKT. UNBÜROKRATISCH.
In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch – schon wieder -, die Auswirkungen von „Person-zuerst-Sprache“ (Person-first language) zu betrachten: Menschen vor Diagnose – eine Person ist mehr ist als eine einzelne Eigenschaft oder Erfahrung.
Die Kraft der Worte – lasst uns sie nutzen, um positive Veränderungen anzustoßen und echte Verbindungen zwischen den Menschen zu fördern. 🖖
Mehr zu „WORDING“ und „Umgangssprache“ und wie (latenter) Ableismus unser Selbst- und Fremdbild prägt, findet ihr hier… >> ARTIKEL (Seite): ABLEISMUS – Was ist ABLEISMUS, wer ist JAMIE SHILEDS und welches Ziel verfolgt MEMBUKA diesbezüglich mit INFORMATIONS-, (Auf-)KLÄRUNGS- und SENSIBILISIERUNGSKAMPAGNEN…

ABLEISMUS & SANEISMUS in der ÖFFENTLICHKEIT…
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